„Die Last der Stille“: Fotoprojekt der HLW - Kommunikations- und Mediendesign Amstetten
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Ostern ist die Zeit des Innehaltens. Eine Zeit, in der Leid, Hoffnung und Neubeginn eng miteinander verbunden sind. In diesem Spannungsfeld bewegt sich das außergewöhnliche Projekt „Die Last der Stille“, gestaltet von Schüler*innen der 4. HLW für Kommunikations- und Mediendesign der privaten Wirtschaftsschulen des VfFB in Amstetten.
Die Ausstellung greift die Symbolik des Kreuzwegs auf – und übersetzt sie in eine eindrucksvolle Bildsprache. Im Mittelpunkt stehen Frauen und ihre Geschichten von Gewalt, Sprachlosigkeit und innerem Ringen. Die Fotografien zeigen Schmerz und Stille, aber auch Hoffnung.
Vom Schulprojekt zum gesellschaftlichen Impuls
Was im Oktober 2024 als Unterrichtsprojekt begann, entwickelte sich über mehrere Monate hinweg zu einem vielschichtigen, intensiven Prozess. Recherche, inhaltliche Auseinandersetzung, fotografische Umsetzung und persönliche Reflexion prägten die Arbeit der Schüler*innen bis zur Fertigstellung im April 2025.
Die Ausstellung wurde seither zweimal gezeigt – im April 2025 in der VHS und im Jänner 2026 in einem Einkaufszentrum in Amstetten, aktuell ist sie im Jugendhaus Schacherhof in Seitenstetten zu sehen. Im Zuge der Vorbereitung fand auch ein Redewettbewerb statt – die Siegerin hielt die Eröffnungsrede für die Ausstellung.
„Ich habe gemerkt, wie schwer es ist, über Dinge zu sprechen, die man lieber verdrängt. Aber genau das macht Kunst möglich.“
„Wir haben in den Pausen nach den Workshops über eigene Erfahrungen bzw. Erfahrungen von Freunden gesprochen. Das hat gutgetan.“
Diese Stimmen aus den Projekttagebüchern beteiligter Schüler*innen zeigen, was Projektarbeit im Unterricht leisten kann: Räume öffnen. Gespräche ermöglichen. Betroffenheit in Bewusstsein verwandeln. Und den Dialog weitertragen – über die Ausstellung hinaus.
Hier ein Auszug aus der Ausstellung:

STATION 1
Jesus wird zum Tod verurteilt
Maskerade der Trauer
Auf den ersten Blick scheint alles fröhlich – mein Mann, mein Kind und ich. Wer jedoch genau hinsieht, erkennt meine gespielte Fröhlichkeit.
Fotograf*innen:
Elijah Jelenz
SamuelResch
Luisa Fuchslueger

STATION 4
Jesus begegnet seiner Mutter
Wärmende Begegnungen
Meine Freunde und Familie sind ein Hoffnungsschimmer. Ihre Fürsorge gibt mir Kraft. Die Wärme, die mir durch eine liebevolle Umarmung geschenkt wird, gibt mir Kraft.
Fotografinnen:
Nora Kreimer
Valentina Lindner

STATION 8
Jesus begegnet den weinenden Frauen
Eine Chance geben
Nun verlasse ich das Frauenhaus, den einzigen Ort, an dem ich mich wirklich sicher gefühlt habe. War das die richtige Entscheidung? Keine Ahnung. Ich will glauben, dass er sich geändert hat.Ich hoffe nur, dass ich es nicht bereuen werde.
Fotograf*innen:
Julian Bierbaumer
Jonas Bill
Magdalena Holzmann

STATION 10
Jesus wird seiner Kleider beraubt
Demütigung
Er hat mir alles genommen: meine Freiheit, mein Selbstwertgefühl, das Recht, meine eigenen Entscheidungen zu treffen.Durch jede Demütigung hat er mich meiner selbst beraubt.
Fotografinnen:
Lisa Haag
Anne Schön
Lisa Süß
HLW - Kommunikations- und Mediendesign Amstetten
des Vereins für Franziskanische Bildung



