Kunstprojekt der MS Vöcklabruck mit Pro Mente: Musik verbindet Menschen
- 13. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Die 4D der Privaten Mittelschule Vöcklabruck des Vereins für Franziskanische Bildung nahm in diesem Schuljahr an einem besonderen Kunstprojekt in Kooperation mit Pro Mente Oberösterreich und dem KunstRaum Goethestraße teil.
Begleitet wurde das Projekt von der Künstlerin Beate Rathmayr sowie weiteren Mitarbeiter*innen von Pro Mente. Ziel war es, durch Kunst und Musik eine Verbindung zwischen den Schüler*innen und den Bewohner*innen des Pro-Mente-Wohnhauses in der Gmundner Straße in Vöcklabruck herzustellen und gleichzeitig das Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu stärken.
Ausgangspunkt des Projekts war der Besuch von Beate Rathmayr im Wohnhaus, bei dem sie die Lieblingslieder der sieben Bewohner*innen in Erfahrung brachte. Die Schüler*innen der 4D hörten diese Songs im Zuge des Kunstunterrichts an und fertigten dazu innerhalb kurzer Zeit spontane Skizzen an. Dabei sollten sie ihre Eindrücke, Gefühle und Gedanken zur Musik möglichst intuitiv auf Papier bringen. Für viele war dies eine Herausforderung, da die Schlagerlieder einigen unbekannt waren und ohne Vorlage gearbeitet werden musste. Zu den ausgewählten Liedern gehörten „Ring of Fire“, „Ich war noch niemals in New York“, „Theater“, „Seemann“ und „I can’t stand the Rain“. Es entstanden zahlreiche kreative und sehr unterschiedliche Ideen. Es ging nicht darum, die Botschaft der Lieder in den Zeichnungen perfekt wiederzugeben, sondern vielmehr das eigene Gefühl während des Hörens in sein Werk zu legen.
In den folgenden Projektstunden wurden die Zeichnungen weiterentwickelt. Dabei experimentierten sie mit verschiedenen Techniken, etwa mit Kugelschreiber, Filzstiften oder farbigem Papier. Schritt für Schritt wurden die Motive vereinfacht und auf ihre wesentlichen Elemente reduziert. Schließlich wurden T-Shirts, Stoffbeutel und Tassen mit den ausgewählten Motiven bedruckt.
Zum Abschluss des Projekts besuchte die 4D das Wohnhaus von Pro Mente. Die Schüler*innen wurden herzlich empfangen, erhielten Informationen über psychische Erkrankungen und lernten die Bewohner*innen kennen. Außerdem schauten sich die Schüler*innen an, wo ihre Bilder das Wohnhaus dekorierten. Besonders berührend war die Übergabe der Kunstwerke und der bedruckten Produkte. Alle Projektbeteiligten freuten sich über die entstandenen Bilder.
„Ich habe von diesem Projekt für die Zukunft mitgenommen, dass einfache Sachen wie Lieder oder Zeichnungen Menschen zusammenbringen können.“ (Flora, 4d)
Am 8.10.2026 werden die Ergebnisse des Projektes im Rahmen des Tages der psychischen Gesundheit im OKH Vöcklabruck ausgestellt.
Das Projekt war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Die Jugendlichen konnten ihre Kreativität entfalten, neue künstlerische Techniken kennenlernen und gleichzeitig Einblicke in die Lebenswelt von Menschen mit psychischen Erkrankungen gewinnen. Sie erfuhren, wie Musik und Kunst Menschen miteinander verbinden und gegenseitiges Verständnis fördern kann.
Alois Kienast
Schulleiter MS Vöcklabruck
© MS Vöcklabruck









