Serie: Digitale Bildung im VfFB - Teil 1
Vom Umgang mit digitalen Tools über die Produktion von audiovisuellen Beiträgen bis hin zur Vermittlung von Medienkompetenz in Zeiten von Social Media und Künstlicher Intelligenz – die mehr als 50 Bildungseinrichtungen des Vereins für Franziskanische Bildung sind längst im digitalen Zeitalter angekommen. In einer losen Serie stellen wir ausgewählte Projekte vor.
TEIL 1
Tablets, Teams und Eigenverantwortung: Digitales Lernen als Schulkultur
Die Private Mittelschule des VfFB in Graz Eggenberg setzt den digitalen Wandel konsequent und pädagogisch durchdacht um.
Wer an der Privaten Mittelschule des VfFB in Graz Eggenberg in die 5. Schulstufe eintritt, bekommt gleich zu Beginn ein klares Signal: Digitales Lernen gehört hier zum Alltag. Im Rahmen der Geräteinitiative „Digitales Lernen" des Bildungsministeriums werden alle Schüler*innen der 5. Schulstufe mit Windows Tablets ausgestattet – die Grundlage für ein Arbeiten, das Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und zeitgemäße digitale Kompetenz von Anfang an fördert.
Doch hinter der Technik steckt mehr als Ausstattung: Ein breit angelegter Schulentwicklungsprozess hat Digitalisierung in den pädagogischen Leitvorstellungen und Schulentwicklungsplänen verankert – ergänzt durch ein eigens ausgearbeitetes Digitalisierungskonzept für den Standort. Medienkompetenz wird dabei nicht als Sonderthema behandelt, sondern integrativ in vielen Unterrichtsgegenständen vermittelt – ausgehend vom Pflichtgegenstand Digitale Grundbildung.
Im Mittelpunkt steht die Plattform Microsoft 365: Schüler*innen und Lehrpersonen arbeiten in einer gesicherten Schuldomain mit persönlichen Benutzerkonten, MS Teams bildet das Herzstück der Kommunikation und Organisation. Für jeden Unterrichtsgegenstand wird zu Schuljahresbeginn ein eigener Teams-Kurs eingerichtet – strukturiert, übersichtlich und auf kooperatives Arbeiten ausgelegt. Methoden wie das Flipped-Classroom-Modell und kollaborative Lernformen gehören zum regulären Unterrichtsrepertoire.
Dass digitales Miteinander auch Regeln braucht, hat die Schule ebenfalls bedacht: Eine eigens entwickelte Internet Policy und eine um den Digitalisierungsbereich erweiterte Schulordnung sorgen für Orientierung und ein gutes Miteinander – auch im Netz.
Das Fazit, das die Schule selbst zieht, trifft den Kern: „Es ist schön zu beobachten, wie der Zugang zur digitalen Bildung das Unterrichtsgeschehen bereichert und selbstbestimmtes Arbeiten und Lernen fördert." Digitalisierung ist hier keine Antwort auf einen Trend – sie ist eine pädagogische Grundentscheidung.
Fotos © Private Mittelschule des VfFB Graz Eggenberg



