VfFB setzt auf Friedenspädagogik und gewaltfreie Kommunikation
Nicht nur für die Schule lernen:
Linz, 24. September 2026: Der Verein für Franziskanische Bildung (VfFB) rückt Friedenspädagogik als wichtigen Bestandteil seines Bildungsauftrags in den Mittelpunkt. Anlass dafür ist der Gedenktag des heiligen Franziskus von Assisi am 4. Oktober. Solidarität, Geschwisterlichkeit und Verantwortung gehören zu den zentralen Werten in den mehr als 50 Bildungseinrichtungen des VfFB.

„Der heilige Franziskus hat uns vorgelebt, dass Geschwisterlichkeit nicht bei Worten stehen bleibt, sondern im konkreten Umgang miteinander sichtbar wird. riedenspädagogik greift diese Haltung auf und macht sie im Bildungsalltag erfahrbar: im Zuhören, im respektvollen Umgang und in der gemeinsamen Suche nach Lösungen“, sagt Sr. Sonja Dolesch, Vorstandsvorsitzende des VfFB.
Die Friedenspädagogik ist ein erziehungswissenschaftliches Konzept, das darauf abzielt, Menschen Kompetenzen für einen gewaltfreien und konstruktiven Umgang mit Konflikten zu vermitteln. Konkret bedeutet das: Kinder und Jugendliche erwerben Kompetenzen, die zu einem friedlichen Miteinander beitragen. Dazu gehören Empathie, der Umgang mit den eigenen Gefühlen, Mitbestimmung und eine faire Konfliktkultur. Im Schuljahr 2025/26 haben sich die Schulleitungen des VfFB bei einem Vernetzungstreffen intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg bietet dafür konkrete Werkzeuge für den Alltag.
© HLA Graz-Eggenberg
Friedenspädagogik knüpft an franziskanische Werte an

„Friedenspädagogik knüpft unmittelbar an zentrale franziskanische Werte an. Wenn Kinder und Jugendliche lernen, in einer Konfliktsituation aktiv aufeinander zuzugehen, diese als Chance zur positiven Veränderung konstruktiv zu bearbeiten und Verantwortung für Benachteiligte zu übernehmen, wird franziskanische Bildung konkret erfahrbar“, erklärt Sr. Vera Ronai, Referentin für Pastoral im VfFB.
Dass Werte wie Frieden und Gewaltfreiheit in der VfFB-Familie wichtig sind, zeigt auch das vereinsweite Gewaltschutzkonzept, das der VfFB intensiv erarbeitete und als erster österreichischer Schulträger kirchlich autorisieren ließ. In vielen Einrichtungen werden friedenspädagogische Ansätze gelebt: So hat sich am ORG in Wels das gesamte Lehrkollegium mit gewaltfreier Kommunikation auseinandergesetzt; in Amstetten tagen Klassensprecherinnen und Klassensprecher regelmäßig im Schüler*innenparlament; in der HLA Graz Eggenberg wird im Rahmen des Cooperativen Offenen Lernens (COOL) die Tradition des Klassenrates gelebt.

„Die Auseinandersetzung der Schulleitungen mit Friedenspädagogik sowie konkrete Initiativen sind wichtige Schritte. Jetzt geht es darum, vorhandene gute Praxis sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und friedenspädagogische Ansätze noch stärker im Alltag unserer Einrichtungen zu verankern. Damit bereiten wir junge Menschen nicht nur auf Prüfungen, sondern auch auf ein verantwortungsvolles Zusammenleben vor“, sagt Elisabeth Binder, Geschäftsführerin des VfFB.



