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  • VfFB

Wir leben unsere christlichen Werte und möchten wissen, was anderen wichtig ist.

Franziskanische Bildungseinrichtungen stehen für

Toleranz, Offenheit und Selbstbewusstsein.


5. Dezember 2022 - Adventfeiern als Vorbereitung für das Weihnachtsfest, der Besuch des Heiligen Nikolaus und schließlich Weihnachten: In den franziskanischen Bildungseinrichtungen in Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark und Salzburg werden diese Feste in christlicher Tradition hochgehalten. Selbstbewusst und mit Respekt, Offenheit und Neugier den anderen Religionen gegenüber.


Die Nikolaus-Mützen – Mitras –, die die Kinder im Kindergarten in Frankenburg, OÖ, gebastelt haben, sind bunt: „Wir haben im Vorfeld diskutiert, wie wir ihnen die Geschichte rund um den Heiligen Nikolaus näherbringen und trotzdem auf unsere Kinder anderen Glaubens eingehen können“, berichtet Maria Gebetsberger, die Leiterin des 9-gruppigen Kindergartens. Schließlich entschied man sich dazu, die Mitra, ihre Form und die Geschichte dahinter zu erklären und als Papier-Mütze von den Kindern frei gestalten zu lassen. „Kinder sind sehr spirituelle Wesen – sie sind grundsätzlich neugierig und aufgeschlossen gegenüber allem, was ihnen fremd ist“, sagt Gebetsberger. Selbstverständlich wolle man kein Kind zwangsbeglücken – christlich-religiöse Feste würden deshalb immer vorab mit andersgläubigen Eltern besprochen und man versuche, sie so zu gestalten, dass alle gut mitkönnen.


Bunte Vielfalt: Nikolausmützen – frei gestaltet von den Kindern im Kindergarten Frankenburg

Auch in der privaten Volks- und Mittelschule in Graz Eggenberg werden christliche Feste im Jahreskreis hochgehalten: „Wir sind eine franziskanische Schule, wir leben diese Werte und die christliche Tradition, und es ist uns auch wichtig, sie den Kindern, die nicht römisch-katholisch sind, näherzubringen“, betont Maria Gabriela Kopetzky, die Direktorin. Unter den rund 600 Schüler*innen an der Volks- und Mittelschule sind auch Kinder ohne Bekenntnis, Angehörige der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Buddhisten, orthodoxe und koptische Christen. „Mir ist es ein großes Anliegen, die Kinder erzählen zu lassen: Welche Feste feiert ihr? Was ist euch wichtig?“, sagt Kopetzky. Ökumenische Feiern im Laufe des Schuljahres stärken die Schulgemeinschaft. Kinder anderer Religionen sind als Gäste eingeladen, an Gottesdiensten teilzunehmen. Pädagog*innen und Kinder bringen sich aktiv in die Feiergestaltung ein.


In der privaten Mittelschule in Graz Eggenberg, wo auch Schüler*innen ohne Bekenntnis oder aus anderen Glaubensrichtungen vertreten sind, werden christliche Feste im Jahreskreis hochgehalten
In der privaten Mittelschule in Graz Eggenberg, wo auch Schüler*innen ohne Bekenntnis oder aus anderen Glaubensrichtungen vertreten sind, werden christliche Feste im Jahreskreis hochgehalten

„Für uns als katholische Privatschule haben die Feste im kirchlichen Jahreskreis große Bedeutung. Das unterscheidet uns von öffentlichen Schulen“, betont auch Leopold Dirnberger, Direktor der Wirtschaftsschulen Amstetten für Jugendliche ab der 9. Schulstufe. „Wer zu uns kommt, lässt sich ja bewusst darauf ein, beziehungsweise sucht sich die Schule ja auch deshalb aus. Und Absolventinnen, Absolventen sagen mir oft, dass sie gerade diese gelebten religiösen Traditionen und Werte an der Schule schätzen. Oft sind dann auch deren Kinder bei uns.“ Auch an den Wirtschaftsschulen Amstetten sind andersgläubige Jugendliche willkommen – für sie sei die Teilnahme an Gottesdiensten selbstverständlich freiwillig: „Meist stellen sie das aber nicht in Frage und sind gern dabei“, berichtet Dirnberger.


Gemeinsame Feste im kirchlichen Jahreskreis, wie die Adventfeier, haben in den Wirtschaftsschulen Amstetten große Bedeutung


Ein wichtiges Thema im Verein für Franziskanische Bildung (VfFB), der als Trägerorganisation für mehr als 50 Einrichtungen und mit rund 7000 Kindern und Jugendlichen verantwortlich ist, ist die Vermittlung von christlicher Lebenskultur und franziskanischen Werten. „Auf Augenhöhe zu kommunizieren, einander mit Respekt und Toleranz zu begegnen, das wollen wir in allen unseren Einrichtungen vermitteln. Selbstverständlich feiern wir Gottesdienste und die christlichen Feste im Jahreskreis. Genauso wichtig ist es uns aber, das Spirituelle, die franziskanischen Werte im Alltag zu leben und den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln. Sie sollen erkennen, dass das Teil ihres Lebens ist, dass es mit ihnen zu tun hat“, sagt Sr. Vera Ronai, die als Referentin im VfFB für Pastoral und franziskanische Prägung verantwortlich ist.


„Wir wollen den kirchlichen und gesellschaftlichen Bildungsauftrag der drei Orden in allen unseren Einrichtungen bestmöglich erfüllen. In unseren Werten, die auf die drei Gründerinnen-Orden zurückgehen, sind Offenheit, Respekt und Toleranz tief verankert. Das wird in unseren Einrichtungen gelebt“, fasst Elisabeth Binder, Geschäftsführerin des VfFB, zusammen.



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Der Verein für Franziskanische Bildung – VfFB – ist mit mehr als 50 Bildungseinrichtungen in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark für rund 7000 Kinder und Jugendliche aller Altersstufen zweitgrößter Träger von Ordens-Bildungseinrichtungen in Österreich. Darüber hinaus hat er das Management für die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) mit Kolleg, den dazugehörigen Praxiskindergarten und den Hort sowie der Volksschule der Franziskanerinnen in Salzburg über. Die Non-Profit-Organisation wurde 2019 von fünf franziskanischen Frauenorden mit dem Ziel gegründet, den kirchlichen und gesellschaftlichen Bildungsauftrag, der auf die Gründerinnen und Gründer der jeweiligen Orden zurückgeht, gemeinsam optimal zu erfüllen und als starker Partner der öffentlichen Hand im Bildungsbereich zu agieren. Seit Anfang 2022 führen die Franziskanerinnen von Vöcklabruck, die Franziskanerinnen Amstetten und die Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis - Grazer Schulschwestern die Geschicke des VfFB, der am 1. September auch die Trägerschaft von den Ordens-Schulvereinen übernommen hat.


Im Vorstand sind Sr. Franziska Bruckner (Franziskanerinnen Amstetten), Sr. Mag.a Sonja Dolesch (Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis - Grazer Schulschwestern), Sr. Angelika Garstenauer (Franziskanerinnen von Vöcklabruck), MMag. Dr. Christian Lagger MBA und Mag. Philipp Summereder.


Vorstandsvorsitzende Sr. Mag.a Sonja Dolesch (Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis - Grazer Schulschwestern).

Weitere Vorstandsmitglieder: Sr. Franziska Bruckner (Franziskanerinnen Amstetten), Sr. Angelika Garstenauer (Franziskanerinnen von Vöcklabruck), MMag. Dr. Christian Lagger MBA und Mag. Philipp Summereder.

Die Geschäftsführung liegt bei Mag.a Elisabeth Binder.



Mehr Info: www.vffb.or.at


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